Dies ist einer der 10 TRENDS FÜR 2013. Alle 10 Trends finden Sie hier »

1. PRESUMERS & CUSTOWNERS

„Konsumenten werden immer mehr die Möglichkeit wahrnehmen, bei der Markteinführung (bzw. schon zuvor) und Finanzierung neuer Produkte und Marken mitzureden.“

2013 werden leidenschaftliche Konsumenten zwei innovative „Konsum“-Modelle für sich entdecken: sie werden PRESUMERS und CUSTOWNERS.

PRESUMERS lieben es, Produkte und Services zu unterstützen, zu pushen und zu finanzieren, und zwar bevor sie auf den Markt kommen. Und dank zahlreicher neuer Crowdfunding-Plattformen und neuer Produktionstechnologien (und einem wachsenden globalen Entrepreneurialismus-Kult im Allgemeinen) werden die kommenden 12 Monate PRESUMERS mehr Möglichkeiten bieten als jemals zuvor.

Kein Wunder also, dass die Summen, die PRESUMERS auf Crowdfunding-Plattformen ausgegeben haben, von 530 Millionen USD im Jahre 2009, über 1,3 Milliarden USD im Jahre 2011, auf 2,8 Milliarden USD im Jahre 2012 gestiegen sind (Quelle: Massolution/The Economist, Mai 2012).

Nähere Informationen finden Sie in unserem kürzlich erschienenen PRESUMERS Trend Briefing »

Was ist der nächste Schritt für die PRESUMERS? Wie wäre es mit CUSTOWNERS: Konsumenten, denen passiver Konsum eines Produktes nicht genügt, finanzieren und investieren in Marken (kaufen sogar Anteile), deren Produkte sie benutzen.

Allerdings erwarten die Konsumenten, die einen immer besseren Geschäftssinn beweisen, immer öfter auch Gegenleistungen, und zwar nicht nur finanzieller, sondern auch emotionaler Art. Daher werden nur Marken, die sich als offen, freundlich, ehrlich, zuverlässig, transparent und in einer Art „menschlich“ erweisen, in der Lage sein enthusiastische CUSTOWNERS anzulocken.

Behalten Sie auch den US JOBS Act im Auge, der im Januar 2013 in Kraft treten wird und zum ersten Mal amerikanischen Investoren, die nicht im Handelsregister eingetragen sind, die Möglichkeit bietet kleine Anteile an Start-Ups zu kaufen. Das Gesetz spielt eine entscheidende Rolle in der Prognose des Forschungsunternehmens Gartner, die besagt, dass die Summe der auf Crowdfunding-Plattformen gesammelten Gelder 2013 auf 6,2 Milliarden USD steigen wird. Vielleicht ein Grund für andere Staaten, bald nachzuziehen?




ZAOZAO: Social Pretailer für Modeliebhaber

Nach dem Launch im September 2012 in Hong Kong preisen sich ZAOZAO als „sozialer Pretailer“ an. Die neue Online-Plattform bietet Modedesignern die Möglichkeit ihre Produkte vor der offiziellen Markteinführung vorzustellen und Gelder für die Produktion über die Crowdfunding-Community der Seite zu sammeln.

Brikstarter: Helfer und Hersteller von Kickstarter-Prototypen

Brikstarter ging gleichzeitig mit der britischen Version von Kickstarter im November 2012 live. Das Unternehmen hilft dabei, produktbezogene Kickstarter-Projekte zu fördern, indem sie CAD-Designs und 3D-Druckmodelle produzieren, Promotionvideos drehen und Produzenten ausfindig machen, wenn die Zielsumme erreicht wird. Die Projektleiter müssen dabei einwilligen, dass sie 10% der gesammelten Gelder plus 10% der folgenden Produktumsätze an Brikstarter abtreten.

Leon Bonds: Anteile in Form von Essensgutscheinen

Im Juli 2012 hat das britische Franchise-Unternehmen Leon, das sich auf gesunden Fast Food spezialisiert, Leon Bonds gegründet. Ziel ist es 1,5 Millionen GBP mithilfe ihrer Kunden (statt berufsmäßigen Investoren) zu sammeln, um die Kette auszubauen und neue Filialen zu eröffnen. Die Beteiligten werden mit Anteilen in Form von £eon-Pounds belohnt (Ladenkredit).

Fundable: Equity Crowdfunding-Platfform

Fundable ist eine US-amerikanische Equity Crowdfunding-Plattform für Start-Ups, die die Vorteile des aufkommenden JOBS Acts nutzen möchte (siehe oben). Bislang locken Start-Ups auf Fundable Investoren mit Belohnungen in Form von Produkten und Erlebnissen.

Barclaycard Ring: „Social Credit Card“

Wenn Sie nicht bereit sind, Anteile ihres Unternehmens wegzugeben, aber Konsumenten, die gleichzeitig Stakeholder sind, dennoch belohnen möchten, können Sie sich an der Barclaycard Ring MasterCard, einer „sozialen“ Kreditkarte, die mithilfe von Community Crowdsourcing entwickelt wurde, ein Beispiel nehmen. Die virtuelle Gemeinschaft kann bei Entscheidungen mitwirken, die Einfluss auf die Verwaltung und Bedienung der Karte haben, und ist gleichzeitig Teilhaber an erzielten Gewinnen.